www.at2907.net



Firefoxlogo

Allgemeines zum Thema Datensicherung

Warum Datensicherung?

Stelle Dir mal folgendes vor: Du startest deinen Rechner, und...... es passiert nichts. kein Betriebssystem, keine Programme, eben einfach nichts. Was ist passiert? Ganz einfach, Deine Festplatte hat den Geist aufgegeben, und Du hast keinen Zugriff mehr auf den Inhalt. Alles ist weg: deine ganze Korrespondenz, deine Bilder aus dem letzten Urlaub, deine 3000 MP3-Files usw.....

Du kannst natürlich eine neue Festplatte einbauen, alle Programme neu installieren, aber der Rest ist definitiv weg (Es sei denn, du würdest mehrere Tausend Euro in eine professionelle Datenwiederherstellung investieren).

Es könnte auch vorkommen, dass Dein Windows zerschossen ist und sich weigert, zu starten, oder dass Du Dir irgendwelche Malware eingefangen hast, so dass Dein Rechner total infiziert ist und als einzige Lösung ein komplettes Neuaufsetzen des Systems übrig bleibt.

Du kannst natürlich nach dem Motto no risk, no fun verfahren und auf eine Datensicherung verzichten. Aber spätestens wenn der Ernstfall eintritt, wird Du froh sein, dass Du die nötige Zeit für regelmässige Datensicherungen aufgebracht hast.

Grundsätzliches

  • Eine Datensicherung darf nicht auf der gleichen Partition abgelegt werden wie die zu sichernden Daten. Wenn Du nämlich die Partition platt machen musst (z.B. wegen Virenbefall), verschwinden die gesicherten Daten ins Nirwana.
  • Du kannst theoretisch die gesicherten Daten auf einer anderen Partition deiner Festplatte ablegen. Diese Methode hat allerdings auch ihre Nachteile. Wenn die gesamte Festplatte abraucht, sind alle Partitionen und damit alle gespeicherten Daten weg.
  • Deswegen solltest Du die Sicherungen entweder auf CD / DVD zu brennen oder sie auf eine zweite Festplatte oder einen USB-Stick zu speichern. Welches Speichermedium in Frage kommt, hängt von der Sicherungsmethode ab, aber auch von der Gesamtgrösse der zu sichernden Dateien. Ich empfehle, für die Sicherungen eine zweite Festplatte zu verwenden oder zumindest wiederbeschreibbare DVDs.

Methode 1

  • Du sicherst weder das Betriebssystem noch die Programme, da man beides wieder neu installieren kann, sondern Du beschränkst Dich auf Deine eigenen Dateien. Dazu gehören alle Ordner unter Eigene Dateien, aber auch Deine E-mails und Adressbücher.
  • Denke daran, dass verschiedene Programme zusätzliche Ordner unter Anwendungsdaten anlegen. In diesen Ordnern werden in der Regel Einstellungen des Programms, aber auch (z.B. bei Firefox) ganze Profile gespeichert. Du solltest mindestens die Profilordner von Firefox und Thunderbird sichern, dann hast Du nach einer Neuinstallation dieser Programme Deine gewohnten Erweiterungen, Lesezeichen, Passwörter, Mails usw. mit ein paar Mausklicks wieder hergestellt. Ob es sich lohnt, die unter Anwendungsdaten gespeicherten Ordner anderer Programme ebenfalls zu sichern, musst Du selbst entscheiden.

Die manuelle Sicherung

Die einfachste Methode ist, die genannnten Daten manuell auf eine zweite Platte zu kopieren oder sie auf CD/DVD zu brennen. Der Nachteil dieser Methode ist, dass Du selbst daran denken musst, regelmässig Backups zu erstellen. und das Kopieren auf einen anderen Datenträger auch manuell durchführen musst.

Sichern mit Backup-Programmen

Mit Backup-Programmen sicherst Du die gleichen Daten wie mit der manuellen Methode. Der Vorteil ist, dass die Sicherung automatisch durchgeführt wird. Je nach Einstellungen kannst Du eine Sicherung entweder gleich nach dem Starten des Rechners oder vor dem Herunterfahren durchführen lassen oder Du lässt die Sicherung täglich, wöchentlich oder monatlich zu einem bestimmten Zeitpunkt (z.B. um 20 Uhr) ausführen.

Es gibt jede Mange dieser Programme, die teils Freeware, teils aber auch kostenpflichtig sind. Im Bereich Freeware empfehle ich Cobian Backup, als kostenpflichtige Alternative käme Titan Backup in Frage.

Es gibt im Internet auch Anbieter, die Webspace zur Verfügung stellen, auf dem Du Deine Daten speichern kannst. Bei verschiedenen Anbietern ist dieser Dienst kostenlos, bei anderen fallen Gebühren an. In der Regel werden die Daten vor dem Hochladen verschlüsselt und auch verschlüsselt gespeichert. Wenn diese Methode Dich interessiert, kannst Du über den Suchbegriff Datensicherung Internet die Seiten der einzelnen Anbieter finden und die Bedingungen vergleichen.

Ein Vorteil dieser Methode ist, dass Du dann von überall her Zugriff auf Deine Daten hast. Nachteile gibt es auch: wenn der Server down ist, hast Du keinen Zugriff (besonders ärgerlich, wenn Du die Daten gerade dann unbedingt brauchst) und wenn der Anbieter von heute auf Morgen die Bude dicht macht, sind Deine Daten weg.

Deswegen ziehe ich es vor, meine Daten lokal auf einer zweiten Platte zu sichern.

Methode 2

  • Du möchtest alles sichern, was sich auf Deiner Festplatte befindet, also auch Betriebssystem und Programme.

In diesem Fall kannst Du nicht einfach den ganzen Inhalt Deiner Festplatte auf eine 2. Platte kopieren, da Windows das Kopieren verschiedener Dateien, besonders Systemdateien im laufenden Betrieb nicht erlaubt.

Du brauchts ein spezielles Programm zum Erstellen dieser Festplattenkopie. Diese Kopien werden Image genannt (das kommt vom englischen Wort image = Bild), deswegen heissen diese Programme auch Image-Programme und die erstellten Backups werden als Images bezeichnet.

Bekannte Image-Programme sind z.B. Acronis True Image oder Norton Ghost. Hier findest Du einen Workshop zum Erstellen eines Image mit Acronis True Image. Ich benutze dieses Programm schon seit der Version 6 und kann es nur empfehlen.

Am einfachsten lässt Du diese Images auf einer zweiten Festplatte speichern. Die genannten Programme können zwar Images auch splitten und auf mehreren DVDs sichern, aber wenn Du nicht gerade wiederbeschreibbare DVDs verwendest, ist der einmalige Kauf einer zweiten Platte auf Dauer gesehen günstiger.

Ausserdem ist es wesentlich schwieriger, eine Festplatte zu verlieren (besonders, wenn sie im Rechner eingebaut ist) als eine einzelne DVD. Und wenn von 3 oder 4 DVDs auch nur eine fehlt, kannst Du dein Image in den Schornstein schreiben.

Wenn Du mehrere Rechner in einem privaten Netzwerk hast, kannst Du die Images auch auf einem anderen Rechner speichern. Acronis True Image bietet diese Möglichkeit. Ob andere Programme diese Option auch bieten, weiss ich nicht, ich nehme es aber an.

Das Speichern von Images auf dem oben erwähnten Webspace ist in der Regel nicht möglich, da eine einzige Image-Datei mehrere GB gross sein wird.


Wichtiger Hinweis: Bevor Du eine Datensicherung durchführst (egal wie und egal mit welchem Programm), solltest Du Deinen Rechner auf Viren und sonstige Malware überprüfen, da sonst diese Schädlinge mit in die Sicherung aufgenommen werden.

Wie oft soll ich meine Daten sichern?

Eine Datensicherung macht nur Sinn, wenn Du Deine Daten regelmäßig sicherst. Es hat keinen Sinn, ein Image von vor mehreren Monaten wieder einzuspielen, da alle seit der Erstellung des Images neu hinzugekommenen Dateien nicht mehr vorhanden wären.

Am besten ist es, eine Kombination der erwähnten Methoden zu verwenden. Das heisst, es soll jede Woche ein Image der gesamten Platte erstellt werden. Nach der Installation eines neuen Programms oder dem automatischen Update Deines Betriebssystems ist es sinnvoll, auch mal zwischendurch ein Image zu erstellen.

Zusätzlich sollte ein Backup-Programm zum Einsatz kommen, das die eigenen Dateien, die zwischen zwei Images erstellt werden, täglich sichert.

Auf meinem Rechner erstellt Acronis True Image jede Woche automatisch ein Image meiner ganzen Festplatte. Im Lauf der Woche erstellte eigene Dateien wie z.B. die Korrespondenz meines Wandervereins werden zwischen zwei Images mit Titan Backup gesichert. Sollte dann mal eine Festplatte abrauchen, habe ich dennoch noch alle Daten und Programme als Image oder Backup auf der zweiten Platte und kann beides dann auf eine neue Platte zurückspielen.