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Hier findest Du Infos und Tipps zu Firefox.

Was sind portable Programme?

Portable Programme sind speziell für das Benutzen auf einem USB-Stick modifizierte Versionen. Der Vorteil dieser Versionen liegt darin, dass man sie auf dem Stick überall mit hinnehmen kann. So hat man auch auf fremden Rechnern immer "seine" Programme zur Verfügung. Ausserdem schreiben diese Programme nichts in die Registry.

Ein kleiner Nachteil ist, dass der Start dieser Programme vom USB-Stick aus länger dauert als gewohnt.

Es gibt portable Versionen von Firefox und Thunderbird von Caschy und von John Haller.

Du kannst aber auch Deinen portablen Firefox oder Thunderbird selbst herstellen.

Tipp: Ich empfehle, alle portablen Programme erstmal auf der Festplatte zu installieren, alle Einstellungen vorzunehmen, die gewünschten Erweiterungen zu installieren und dann erst das Ganze auf den USB-Stick zu kopieren oder zu verschieben. Das geht schneller als wenn Du alles gleich auf dem Stick vornimmst.

Firefox portable von Caschy

Die portable Version des Firefox kannst Du von Caschys Seite herunterladen.

Nach dem Herunterladen entpackst Du den portablen Fuchs durch einen Doppelklick auf die herunter geladene Datei und extrahierst ihn in ein beliebiges Verzeichnis auf Deiner Festplatte. Anschliessend findest Du diese Ordnerstruktur.

Ordnerstruktur

Wichtig: der portable Fuchs darf nur über die Datei FirefoxLoader.exe gestartet werden. Wenn Du Firefox über die im Programmordner liegende Datei firefox.exe startest, startet zwar der portable Fuchs, aber mit dem Profil des fest installierten.

Nun kannst Du Deine persönlichen Einstellungen, Erweiterungen, Lesezeichen, Passwörter usw. aus dem fest installierten Fuchs in den portablen Firefox kopieren. Dazu suchst Du im Profilordner des fest installierten Firefox im Unterordner Profiles den Ordner mit dem kryptischen Namen (z.B. ed5a4ijh.default; heisst bei Dir aber sicher anders) und kopierst den Inhalt dieses Ordners (also nicht den Ordner selbst) in den Ordner Profilordner im portablen Fuchs. Dabei muss der portable Firefox geschlossen sein.

Da es ratsam ist, im portablen Fuchs nur die allernötigsten Erweiterungen installiert zu haben, da zuviel Erweiterungen den Reisefuchs zu sehr ausbremsen können, rufst Du jetzt den portablen Fuchs auf und deinstallierst alle nicht benötigten Erweiterungen.

Wenn Du den portablen Firefox nach Deinen Wünschen konfiguriert hast, kannst Du den ganzen Ordner Portable_Firefox auf Deinen Stick kopieren oder verschieben.

Firefox portable von John Haller

Die portable Version des Firefox kannst Du hier herunterladen. Nach dem Herunterladen entpackst Du die Datei, entweder gleich auf dem USB-Stick oder erstmal auf Deiner Festplatte. Dann kopierst Du Deine Lesezeichen, Cookies und Passwörter aus dem normalen Firefox in den Profilordner des Reisefuchs, so wie oben beschrieben. Du findest diesen Ordner unter \FirefoxPortable\Data\profile.

Thunderbird portable

Vom Mailprogramm Thunderbird gibt es auch eine portable Version von Caschy, die Du hier herunterladen kannst. Die Version von John Haller gibt es hier.

Nach dem Herunterladen und Entpacken kannst Du Deine Einstellungen und Mails durch Kopieren in den Profilordner des Thunderbird portable übernehmen. Das Vorgehen ist das Gleiche wie beim portablen Firefox. Auch kopierst Du den Inhalt des kryptischen Ordners (ie7sj55c.default) in den Profilordner des portablen Thunderbird. Dann sind alle Mails, Adressbücher, Mailkonten usw. vorhanden.

Tipp: Wenn Du ein POP3-Konto hast, solltest Du nach dem ersten Start des Thunderbird portable in den Konteneinstellungen das Häkchen bei Nachrichten auf dem Server belassen setzen. Dann kannst Du alle Mails unterwegs ansehen und sie später zuhause nochmal in den normalen Thunderbird herunterladen.

Firefox und Thunderbird portable selbst herstellen

Du kannst auch Firefox und Thunderbird selbst portable machen. Dazu folgst Du dieser Anleitung:

  • Lade Firefox bzw. Thunderbird von der offiziellen Seite herunter
  • Gehe zu https://mozhelp.dynvpn.de/dateien/index.php?path=Programme/ und lade Dir dort die Datei FirefoxLoader.exe oder FirefoxStarter.exe für Firefox bzw. ThunderbirdLoader.exe für Thunderbird herunter.
  • Entpacke den von Mozilla herunter geladenen Firefox bzw. Thunderbird z.B. mit 7zip in ein beliebiges Verzeichnis (ausser C:\Programme" oder "C:\Program Files (x86)). Verschiebe die herunter geladene Loader-Datei in das gleiche Verzeichnis.
  • Benenne den Ordner "core" um in Firefox bzw. Thunderbird
  • Lege im gleichen Verzeichnis einen Ordner "Profilordner" an. Der Rest der entpackten Dateien kann verworfen werden
  • Kopiere, wenn erwünscht, den Inhalt des Profilordners des fest installierten Firefox / Thunderbird in den neu erstellten Profilordner des portablen Programms
  • Starte die portable Version ausschliesslich mit dem Loader (FirefoxLoader.exe oder FirefoxStarter.exe bzw. ThunderbirdLoader.exe

Danke an Zitronella aus dem Fx-Forum für das Erstellen dieser Anleitung;


Portable Versionen anderer Programme

Neben den portablen Versionen von Firefox und Thunderbird gibt es noch jede Menge anderer portabler Programme. Du findest diese Programme auf den Seiten der unten erwähnten portablen Suiten.

Die portablen Suiten

Es gibt mehrere portable Suiten, die neben Firefox und Thunderbird auch verschiedene weitere Anwedungen an Bord haben. Der Vorteil dieser Suiten liegt darin, dass man nicht nur mehr oder weniger nützliche Programme in einem Rutsch auf dem Stick hat, sondern gleich auch noch eine Art Startmenü, den sogenannten Launcher. So kann man diesen Launcher öffnen und darin dann die gewünschten Programme, ohne erst für jedes Programm auf den Windows Explorer zurückgreifen zu müssen.

Allerdings haben die meisten fertigen Suiten dann auch jede Menge Programme (bis zu 200) mit dabei, die die meisten User gar nicht brauchen, und die dann nur unnütz Platz auf dem Stick verschwenden. Dazu kommt das Risiko, sich u.U. sein System zu zerschiessen, wenn man mit diesen Tools herumspielt, ohne genau zu wissen, was man tut.

Die Portable Apps Suite

Unter http://portableapps.com/de/suite findest Du die Portable Apps Suite, die neben Firefox und Thunderbird noch weitere Programme enthält. Allerdings ist diese Suite seit 2018 nicht mehr aktualisiert worden.

Die neue Version von portableapps bietet bis zu ungefähr 235 Programmen, welche in diese Kategorien aufgeteilt sind: Barrierefreier Zugang - Bildung - Entwicklung -Grafik und Bildbearbeitung -Internet - Musik und Video - Office -Sicherheit - Spiele - Werkzeuge. Bei dieser neuen Version lädtst Du nur den Launcher hier herunter und extrahierst ihn per Doppelklick auf die herunter geladene Datei. Während des Vorgangs kannst Du den Speicherort frei auswählen. Das kann ein Verzeichnis auf Deiner Festplatte sein oder gleich Dein USB-Stick. Wenn die Installation abgeschlossen ist, kommt das nebenstehende Fenster:

Hier kannst Du nun die gewünschten Programme auswählen und sie in den Launcher integrieren. Nach einem Klick auf die Datei Start.exe im Installationsordner startet der Laucher und Du kannst nun die Programme aufrufen.

Nach dem Start des Launchers werden Dir die 19 zuletzt benutzten Programme angezeigt. Sollte das gewünschte Programm nicht dabei sein, klickst Du auf Alle portablen Anwendungen und kannst dann das gewünschte Programm dann starten.

Mein Fazit: Ich empfehle die neue Version, da Du dort die Programme auswählen kannst die Du auch wirklich brauchst.


Neben den portablen Programmen von portableapps gibt es auch noch verschiedene andere Suiten, welche mehr oder weniger verschiedene Programme mitbringen.


LiberKey

LiberKey bietet verschiedene Versionen seiner portablen Suite an.

Es gibt diese Versionen:

LiberKey Basic mit 14 Anwendungen

LiberKey Standard mit 85 Anwendungen

LiberKey Ultimate mit 153 Anwendungen.

Welche Anwendungen in den einzelnen Suiten enthalten sind kannst Du hier nachlesen. Beim Herunterladen kommt nur der Launcher selbst auf den Rechner. Beim ersten Start von Liberkey kannst Du dann auswählen, welche Version Du haben willst. Dann werden die Anwendungen dieser Version heruntergeladen und in Liberkey installiert. Du kannst aber auch den Auswahl-Assistenten wegklicken und Dir die gewünschten Anwendungen einzeln in diese Suite holen. Die einzelnen Kategorien werden dabei erstellt, wenn sie noch nicht vorhanden sind. Auf der Seite des Anbieters werden insgesamt 305 Anwendungen in 12 Kategorien gelistet.

Der Launcher lässt sich zumindest teilweise in Deutsch anzeigen, die Anwendungen musst Du selbst eindeutschen. Es ist aber fraglich, ob für alle Anwendungen deutsche Sprachpakete vorliegen. Eventuell wirst Du auf der Seite des Programm-Herstellers fündig und kannst versuchen, das Sprachpaket in die bestehende Installation zu integrieren.

Du kannst allerdings nur Programme installieren, die auf der Webseite von LiberKey angeboten werden. Eine Installation eines portablen Programms eines anderen Anbieters ist nicht möglich.

LiberKey kommt aus Frankreich, deswegen gibt es neben der englischen Version auch eine französischsprachige Version, in der die Anwendungen dann auch auf Französisch vorliegen.

Lupo PenSuite

Eine weitere Suite mit über 160 Programmen aus den verschiedensten Bereichen gibt es bei Lupo PenSuite. Die Programme sind alle in englischer Sprache, Du kannst aber unter Suite ein Sprachpaket herunter laden und installieren. Damit werden die gängigsten Programme eingedeutscht.

Lupo PenSuite gibt es in 3 Versionen: die Full-Version mit den erwähnten 160 Programmen, die abgespeckte Lite-Version mit weniger Programmen und die sogenannte Zero-Version, die nur den Launcher enthält und in die man dann genau die Programme einbauen kann, die man wirklich braucht. Desweiteren gibt es auf der Downloadseite ein 64 bit-Pack. Dieses Pack enthält momentan 6 Anwendungen für 64 bit-Systeme. Es genügt, dieses Pack zu extrahieren und die betreffenden Programme in den Apps-Ordner der Suite zu kopieren. Eine nette Spielerei am Rande: Du kannst neben dem Word Lupo Pensuite im Launcher ein eigenes Bild anzeigen lassen.

Diese Suite bietet wie die Suiten von Winpenpack und LiberKey auch jede Menge Anwendungen, die Otto Normaluser nicht unbedingt braucht. Ausserdem rate ich davon ab, Programme aus der Suite zu entfernen oder durch andere zu ersetzen. Beim Update der Suite wird nämlich die neueste Version herunter geladen und in ein eigenes Verzeichnis entpackt. Es gibt zwar einen Assistenten, mit dem man anschliessend seine Einstellungen und Dokumente aus der alten Suite importieren kann, aber alle in der alten Suite vorgenommenen Änderungen müssen in der neuen Version erneut vorgenommen werden.

Mein Fazit: Die Anzahl und Art der Programme ist quasi die gleiche wie bei Winpenpack oder Liberkey. Demnach auch eher eine Suite für Bastler und Schrauber. Nur, wer an der Suite selbst herumschraubt, muss bei jedem Update erneut Hand anlegen und sich die Suite wieder so einrichten, wie er es haben will.

Update: Diese Suite hat seit 2016 kein Update mehr bekommen. Dementsprechend sind die enthaltenen Programme ebenfalls veraltet. Solltest Du diese Suite dennoch nutzen wollen musst Du die Programme manuell auf den neuesten Stand bringen.

Winpenpack

Dann gibt es auch noch die unter www.winpenpack.com erhältliche Suite gleichen Namens in der Version Winpenpack Full. Die meisten Anwendungen sind entweder in Italienisch oder Englisch, lassen sich aber zum Teil eindeutschen.

Dazu kommt noch Winpenpack menù. Diese Version enthält nur den Launcher und erlaubt es, sch seine eigene Suite zusammen zu stellen. Die gewünschten Programme findest Du unter http://www.winpenpack.com/main/download.php.


Sicherheitsvorkehrungen

Da Du die erwähnten Programme auf einem USB-Stick mit Dir herum trägst, und es immerhin denkbar ist, dass Du den Stick verlierst oder dass er gar gestohlen wird, ist es unbedingt notwendig, einige Sicherungsvorkehrungen zu treffen.

So solltest Du entweder bei allen Programmen, bei denen es möglich ist (z.B. Firefox oder Thunderbird) unbedingt ein Masterpasswort setzen oder generell ganz auf das Speichern von Passwörtern verzichten. Eine Alternative wäre das Programm KeePass Portable, mit dem Du Passwörter verschlüsseln und verwalten kannst. Sensible Daten wie z.B. Zugangsdaten zu Bankkonten sollen aber auf keinen Fall, auch nicht verschlüsselt, auf dem Stick gespeichert werden.

Eine andere Möglichkeit wäre den Stick oder zumindest Teile davon zu verschlüsseln.